Fachschaft Medizin der FSU Jena

Promotionsleitfaden

Inhaltsverzeichnis:

  1. Warum promovieren?
  2. Der "beste" Zeitpunkt
  3. Wahl der "richtigen" Arbeit
  4. Doktorvater
  5. Betreuer
  6. weitere wichtige Faktoren
  7. Zusage
  8. Ablauf einer Promotion
  9. Das Wichtigste "in a nutshell"

Warum promovieren?

Promovieren macht Arbeit und kostet Lebenszeit. Promovieren kann frustrierend sein und schief gehen. Promovieren ist ungeregelter und unstandardisierter als Studieren. Warum sollte man das tun?

  • Für diejenigen, die später v.a. als Wissenschaftler tätig sein wollen, ist es ein Muss. Denn die Promotion ist das Fundament der wissenschaftlichen Karriere, in ihr werden erste Erfahrungen in der Forschung gesammelt, mit ihrem Thema und benachbarten Themen wird man sich wahrscheinlich sein professionelles Leben lang beschäftigen. Dementsprechend sollten hier das Thema und der Doktorvater sorgfältig gewählt werden.
  • Für diejenigen, die später eher als Kliniker arbeiten möchten, erhöht es evtl. die Jobchancen. Arbeitet man gar nicht mehr in der Medizin, sondern z.B. im Wissenschafttsjournalismus etc., steigert der Titel unter Umständen das Gehalt.
  • Auf jeden Fall kann man in die Praxis der Forschung schnuppern und für sich selbst besser die Frage beantworten, ob man später als Wissenschaftler arbeiten möchte oder nicht. Die Option bleibt so offen. Egal, wie die spätere Arbeit aussehen mag, man wird mit aktuellen Forschungsergebnissen konfrontiert werden, die man so viel routinierter interpretieren und in ihrem Evidenzgrad leichter bewerten kann. Und natürlich muss auch augenzwinkernd erwähnt werden, dass eine erfolgreiche Promotion die soziale Reputation erhöht: von der stolzen Omi am Kaffeetisch bis zum Patienten, der lieber zu einem Arzt mit Doktortitel geht - auch wenn das herzlich wenig mit seiner fachlichen Kompetenz korreliert.
  • überzeugen einen diese und andere Gründe, sollte man sich frühzeitig und gründlich informieren, die für einen selbst passende Doktorarbeit suchen, in beide Hände spucken und noch einmal tief Luft holen - denn einen langen Atem wird man brauchen!

Der "beste" Zeitpunkt

In der Medizin werden Dissertationen im Gegensatz zu den meisten anderen Fächern studienbegleitend begonnen und abgeschlossen. Es ist formal auch möglich, nach dem abgeschlossenen Studium eine Doktorarbeit zu beginnen, jedoch ist dies organisatorisch schwieriger. Daher ist der "beste" Zeitpunkt:

  • so früh wie möglich: denn nach dem Studium, also während der Assistenzarztzeit, ist die Arbeitsbelastung oft so hoch, dass die Promotionen in einigen Fällen gar nicht mehr fertiggestellt werden können. Bis zum PJ sollte die Arbeit grob fertig geschrieben sein, denn ab diesem Zeitpunkt kann man sich nicht mehr so leicht zeitliche Freiräume schaffen. Im Semester darf das Studium nicht zu kurz kommen, in den Ferien sind Famulaturen nicht zu vergessen und gewünschte Auslandssemester müssen mit in die Rechnung. Deshalb sollte man früh beginnen. Man kann sich grundsätzlich in jedes Thema einlesen und als Vorkliniker auch klinische Arbeiten durchführen; theoretisch kann man sofort nach der Immatrikulation beginnen, aber wer weiß da schon, ob das Studium überhaupt das Richtige für einen ist? Deshalb:
  • so spät wie nötig: so dass man einen gereiften überblick über die angebotenen Arbeiten gewinnen kann und diese auch ungefähr für sich in ihrem Maß, wie sehr sie zu einem passen, bewerten kann. Denn jeder braucht "seine" Doktorarbeit in terminlicher Flexibilität, Betreuung, Selbständigkeit und praktischem Aufwand. Ein häufig gewählter Zeitpunkt liegt daher direkt nach dem Physikum.
  • Wie lange man braucht, hängt neben dem Thema letztlich viel von jedem selbst ab. Ist das Datensammeln(die eigentliche Arbeit), die je nach Thema von wenig bis sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann, erst einmal beendet, muss - wie in jeder naturwissenschaftlichen Arbeit - eine statistische Auswertung vorgenommen werden. Danach muss alles niedergeschrieben werden. Hier ist es wichtig, dass man nicht verzagt, den "Nebenjob" des Studierens im Zeitplan berücksichtigt und sich regelmäßig auf den Hosenboden setzt und schreibt. Schon während des Datensammelns sollte man so viel wie möglich schriftlich festhalten, entweder schon in Reinform, als Stichpunktsammlung oder als Mindmap. Man kann so von Beginn bis Abgabe der Arbeit im Schnitt mit drei Jahren rechnen. (ca. 1 Semester Literaturrecherche, ca. 2 Semester praktische Arbeit, ca. 2 Semester schreiben)
  • Ein Freisemester sollte man nur in Ausnahmefällen nehmen (Zeitplan völlig gesprengt, man steht kurz vor der Assistenzarztzeit; das Experiment lässt sich anders nicht durchführen; Auslandspraktikum, etc). Ein ungeplantes Freisemester "für die Doktorarbeit" ist häufig leider weit weniger produktiv, als man es sich vorher optimistisch ausgemalt hat.

Wahl der "richtigen" Arbeit

In der Wahl sollte Folgendes eine Rolle spielen:

Thema: es sollte den eigenen Neigungen entsprechen, denn man wird sich lange damit auseinandersetzen und immer wieder motivieren müssen.

Die Art der Arbeit. Man unterscheidet dabei mindestens:

  • Statistische Arbeit: hier liegen die zu untersuchenden Daten bereits vor, sie müssen nicht unter kontrollierten Experimentalbedingungen erhoben werden, denn sie sind beim normalen Krankenhausbetrieb angefallen und sollen nun ausgewertet werden. Man "erhebt" diese Daten als Doktorand durch das Lesen von Krankenakten und Durchstöbern von Geräteprotokollen. Diese Arbeiten sind häufig schneller zu beenden, jedoch gibt es durchaus auch Ausnahmen.
  • Der Vorteil ist, dass man keine festen Termine zum Arbeiten hat und die Arbeit teilweise auch von zu Hause erledigen kann. (übrigens, um Statistik an sich wird niemand auch bei einer experimentellen Arbeit herumkommen, denn jede Art von wissenschaftlicher Hypothese wird heutzutage mittels statistischer Methoden veri-oder falsifiziert. Also aufgepasst in Biometrie. [-;)  
  • Cave:
    • es gibt evtl. zu wenig Patienten, die Akten sind lückenhaft geführt worden, man erhebt anfangs vielleicht nicht alle wichtigen Parameter und muss dann nochmals durch den Aktenstapel...
  • Bei dieser Art der Arbeit ist es in der Regel schwieriger, die Bestnoten zu erhalten, weil sie weniger aufwendig ist.
  • Experimentelle Arbeit: hier müssen die auszuwertenden Daten erst gesammelt werden. Das kann im Labor an Zellen oder Tieren (man sollte einen klaren Standpunkt zu Tierexperimenten haben, damit man nicht zusätzlich selbst unter der Arbeit leiden muss.) oder in der Klinik an Patienten oder gesunden Kontrollpersonen geschehen (Der übergang zu Studien ist hier fließend). Das Konzept des Experimentes wird durch den Doktorvater erdacht und sollte etabliert sein. Diese Arbeiten sind i.d.R. aufwendiger und die Datenerhebung dauert länger. Häufig ist man terminlich gebunden, denn Zellen wollen mit Nährlösung versorgt und Patienten untersucht werden, wenn sie da sind.

  • Cave:
    • notwendige Geräte werden von zu vielen anderen Forschergruppen benötigt, so dass man nicht ausreichd Messungen vornehmen kann; es tauchen einfach nicht genügend Patienten auf, wie man sie bräuchte; Experimente schlagen unauswertbar fehl; notwendige Substanzen fehlen; die Zusammenarbeit mit zuarbeitenden Instituten ist schlecht; etc..

Doktorvater:

  • erstellt das Thema und wählt einen Doktoranden dafür aus
  • soll die Basis der Literaturrecherche für den Doktoranden bereitstellen
  • hat idealerweise schon viele Promotionen erfolgreich betreut und
  • die betreuten Studierenden äußern sich positiv zur Betreuung und Durchführung der Arbeit und bestätigen, dass die in der Promotionsbörse angebenen Daten im Groben korrekt waren
  • ist einer der drei Gutachter der fertigen schriftlichen Arbeit
  • ist meist als Erstautor der Publikation aufgeführt, die sich evtl. aus der Dissertation ergibt
  • idealerweise sind in diesen Publikationen (auf seine Homepage schauen) die Doktoranden zumindest als Coautoren aufgeführt

Betreuer:

  • ist der eigentliche Partner
  • mit ihm in Zusammenarbeit werden die Daten erhoben
  • er ist Ansprechpartner (deshalb sollte v.a. hier die zwischenmenschliche Chemie stimmen)
  • manchmal ist der Doktorvater gleichzeitig der Betreuer; eine personelle Trennung ist nicht offiziell gefordert
  • er sollte viel Zeit haben bzw. sie sich für den Doktoranden nehmen
  • er sollte möglichst wenig Doktoranden gleichzeitig betreuen, aber schon viele Promotionen erfolgreich zum Abschluss geführt haben
  • die betreuten Studierenden sollten sich positiv zur Betreuung und Durchführung der Arbeit äußern können

weitere wichtige Faktoren:

  • die Betreuer und Doktoväter sollten zusagen können,
  • nicht im Verlauf der kommenden ca. 5 Jahre einen Wechsel an eine andere Uni oder etwa in eine eigene Niederlassung zu planen.
  • Cave: oft laufen Verhandlungen, ohne dass der momentane Arbeitgeber eingeweiht ist, dennoch ist hier eine klare Aussage für die Studierenden wichtig. Sollte der Doktorvater trotz Zusage weggehen, so ist er noch weitere 3 Jahre nach Verlassen der Universität für die wissenschaftliche Betreuung des Doktoranden zuständig bzw. zugelassen. Die Optionen des Studierenden sind dann:
    • trotzdem weitermachen oder
    • eine neue Arbeit beginnen oder
    • die bestehende Arbeit an einen anderen Doktorvater abgeben und sich von ihm weiter betreuen lassen.
  • Stipendium:
    • Oft ist es möglich, ein Stipendium zu beantragen, das eine gewisse finanzielle Unterstützung gewährt, v.a. falls man ein Semester aussetzt. Die Doktorväter kennen meistens die Anlaufstellen und unterstützen die Bewerbung.

Zusage:

  • Dass sie in Zufriedenheit von beiden Seiten erteilt werden kann, setzt voraus, dass Offenheit und Ehrlichkeit herrscht. Der Betreuer sollte deutlich machen können, wieviel Zeit er zur Betreuung freimachen kann und wo er die wissenschaftlichen Probleme in der geplanten Arbeit sieht. Der Studierenden sollte im Gegenzug ehrlich sagen, wieviel Zeit er regelmäßig zu investieren bereit ist.

Ablauf

Vorwort: alle Formulare und die genauen Bestimmungen der Promotionsordnung an der FSU findet Ihr auf den Seiten des Dekanats

  1. Gehe zur Promotionsbörse der Fachschaft. Stöbere ausgiebig und triff eine Vorauswahl. Befrage Studierende, die dort promoviert haben oder es gerade tun. Befrage den Betreuer und bitte um ein Treffen, in dem Du Dich vorstellen darfst.
  2. Triff den Betreuer und den Doktorvater. Ist alles geklärt, wird von beiden Seiten zugesagt und das Formular zur Annahme als Doktorand an der FSU kann unterzeichnet und im Dekanat zusammen mit der Studienbescheinigung oder einer beglaubigten Kopie des Staatsexamenszeugnis eingereicht werden. Sobald das Formular vom Fakultätsrat angenommen und vom Dekan unterzeichnet ist, ist man Doktorand. Beim Ausfüllen ist ein konservativ, also vorsichtig gesetzter Zeitplan angeraten, denn wenn man schneller als "geplant" fertig ist, ist das immer gut. Braucht man länger, muss man ein formlosen Verlängerungsantrag stellen, in dem begründet werden muss, warum man länger braucht (beispielsweise "studienorganisatorische Gründe" oder "unvorhersehbare Probleme bei der Bearbeitung")
  3. Literaturrecherche: hier hat man mehrere Möglichkeiten: klassisch Bücher, Artikel, Zeitschriften in der Bibo oder per Fernleihe besorgen (anfallende Kosten sind i.d.R. selbst zu tragen); praktischer ist aber oft, den Text elektronisch auf dem Computer zu haben, denn dann kann man automatisch das Literaturverzeichnis füllen, nach Stichworten suchen, etc.. Dazu greift man über ein Programm auf das wohl größte Archiv für medizinische Fachartikel zu, das Archiv der "National Library of Medicine" der USA. Ein gängiges Programm hierfür ist Pubmed. Es gibt auf der Seite gute Hilfe zur Funktionsweise und auch die ThULB bietet extra Lehrgänge für Medizinstudierende an. Man kann Artikel nur speichern bzw. ausdrucken, wenn die Universität eine Lizenz dazu erworben hat. Deshalb ist dies auch nur von Universitätsrechnern aus möglich oder man benutzt einen sogenannten VPN-Client, der den eigenen Computer als autorisiert bei Pubmed ausgibt. (Hilfe dazu gibt es auf den Internetseiten unserer Universtität) Möchte man sich eine übersicht machen, was für Dissertationen bereits hier an der FSU fertiggestellt wurden, kann man dies auch über den OPAC Katalog der ThULB (einfach "Thema" und "Diss" eingeben.) Möchte man deutschlandweit nach Dissertationen suchen, geht wie folgt vor: Man geht auf den OPAC Katalog der Deutschen Nationalbibliothek und gibt wieder das "Thema" und "Diss" ein.
  4. Man sammelt seine Daten, egal ob aus Archiven oder durch Experimente.
  5. Man wertet die aufbereiteten Daten statistisch aus. Dazu wird i.d.R. SPSS verwendet. Dies ist meist auf Rechnern im Institut/Klinik vorhanden, aber auch in manchen öffentlichen Rechnerpools. (z.B. im Institut der Psychologie am Steiger) Unter Umständen bekommt man auch eine Lizenz für das Arbeiten zu Hause vom Doktorvater. Hilfe bei der statistischen Auswertung bekommt man auch von den Mitarbeitern im IMSID. Also, macht Euch nicht in den Biometrieübungen unbeliebt, die Dozenten helfen später bei der Dissertation. [-;
  6. Sobald erste Ergebnisse feststehen, kann an eine Veröffentlichung gedacht werden. Es können Artikel in Zeitschriften publiziert werden, wobei sich der wissenschaftliche "Ruhm" nach dem Renommйe der Zeitschrift richtet und als "Impact Factor" quantifiziert wird. Deshalb versuchen alle an der Arbeit beteiligten möglichst als Autoren aufgeführt zu werden. Der "Ruhm" des erstgenannten Autors ist dabei größer. Es können aber z.B. auch Vorträge oder Postervorstellungen auf Fachtagungen durchgeführt werden. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit als Erstautor mit der Publikation zu promovieren (siehe Promotionsordnung).
  7. Man schreibt die erste Version seiner Arbeit fertig, wobei man sich an ähnlichen Arbeiten orientieren kann. Die genauen Anforderungen kann man auf der Dekanatsseite nachlesen (siehe oben). Zum Schreiben kann Word, Open Office oder aber z.B. auch LaTeX verwendet werden, welches ein professionelles, kostenloses, aber auch schwer zu bedienendes Text- und Zeichensatzprogramm ist. (Auf der Dekanatsseite gibt es von einem netten Studierenden eine fertige Stilvorlage für LaTeX.) Diese Arbeit gibt man dem Betreuer zum korrigieren und fertigt dann weitere Versionen an.
  8. Man reicht die fertige Arbeit fristgerecht ein. Dem sind in Zusammenarbeit mit dem Doktorvater 5 Vorschläge für Gutachter (3 von der Medizinischen Fakultät der FSU [in der Regel ist der Doktorvater einer davon] sowie zwei Auswärtige) beizufügen. Der Fakultätsrat eröffnet das Promotionsverfahren, in dem 3 Gutachterdie Arbeit bewerten. Nach einer Frist von 6 Wochen werden i.d.R. folgende Noten durch die Gutachten verteilt:
    • Ausgezeichnet (summa cum laude)
    • Sehr gute Arbeit (magna cum laude) (1)
    • Gute Arbeit (cum laude) (2)
    • Genügende Arbeit (rite) (3)
    • Ungenügende Arbeit (non sufficit) (5)
    Wenn alle Gutachten vorliegen steht die Promotion allen Habilitierten der Medizinischen Fakultät für 2 Wochen zur Einsichtnahme zur Verfügung.
  9. Danach folgt die öffentliche Verteidigung, Disputation. Dies ist ein 15-minütiger Vortrag, an den sich eine wissenschaftliche Diskussion anschließt. Die Gesamtnote wird errechnet, wobei alle Einzelnoten (3x Gutachten + 1x Disputation) zusammengerechnet werden. Das Gesammtprädikat summa cum laude erhält man, wenn die 3 Gutachter alle mit summa cum laude benoten und in der Disputation ein magna cum laude erziehlt wird.
  10. Man gibt noch einige Exemplare der Arbeit bei der ThULB und und bei Studenten eine amtlich beglaubigte Kopie des Examenszeugnisses beim Dekanat ab und erhält dann endlich per Post einen Umschlag mit der wohlverdienten Urkunde.

übrigens

Trifft man Doktoranden anderer Fächer, lernt man schnell bezüglich seiner medizinischen Doktorarbeit wissenschaftlich bescheiden zu sein. Denn "unsere" Arbeiten sind oft weitaus weniger komplex und deutlich weniger aufwendig. In vielen anderen Fächern ist es schlichtweg unmöglich studienbegleitend zu promovieren. Dennoch kann jeder, der es schafft, neben einem anspruchsvollen Studium wie dem der Medizin seine Doktoarbeit zu vollenden zu Recht stolz darauf sein. Genieße also die schönen Seiten Deiner Arbeit und versuche, aus den Schlechten zu lernen. Schließlich bezahlst Du mit barer Lebenszeit.

Das Wichtigste "in a nutshell":

I.
Entscheide Dich als Erstes, ob Du eine wissenschaftlich orientierte Karriere anstrebst oder nicht. Falls ja, sollte Deine Doktorarbeit ihre Basis sein.
II.
Suche Dir ein Thema, das Deinem Ehrgeiz, aber auch Deinen Interessen entspricht.
III. Bevor Du die Arbeit annimmst, solltest Du Dir vollkommen im Klaren sein, wie etabliert die Methoden sind, was schiefgehen kann, welche Arbeitsschritte vor Dir liegen, wann sie als abgeschlossen angesehen werden können und wieviel Zeit ihr Abschließen mindestens benötigen wird.
IV.
Beachte in Deinem Zeitplan all Deine Wünsche, inklusive eventuellem Auslandssemester, längeren Ferien, Famulaturen, Semesterprüfungsbelastungen etc. Vergiss nicht Deinen Wunsch, das Leben einfach zu genießen.
V.
Beginne frühzeitig und arbeite kontinuierlich und diszipliniert.
VI.
Finde die gesunde Mitte zwischen: Die Betreuerwünsche zu erfüllen und stets mit Disziplin und Engagement an der Sache kämpfen. Versus: Erkenne, wenn die Arbeit nicht mehr (befriedigend) für Dich abzuschließen ist und halte nicht um des Prinzips oder versunkener Kosten willen weiter an Ihr fest.
VII.
Beende Deine Doktorarbeit während des Studiums, am besten vor dem PJ.
VIII. Versuche, die Arbeit studienbegleitend zu bearbeiten und ein Freisemester nur im Ausnahmefall zu nehmen, sofern Du Dich nicht für eine v.a. wissenschaftliche Karriere entschieden hast.
IX. Schreibe von Anfang an mindestens in Stichpunkten mit, was warum mit welcher Konsequenz gemacht wurde. Es wird Dir Monate/Jahre später sehr beim Schreiben der Arbeit helfen.
X. Unterstütze die Promotionsbörse der Fachschaft, indem Du ihre Weiterverbreitung fördest und Studierenden, die eine Frage zu Deiner Doktorarbeit haben, hilfst.

 

(Stand Juli 2014)






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